Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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ergriffen worden.

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auf einem offenen Wagen, auf einem Strohbund ſitzend, unter Bedeckung die Straße hinunter fahren — wahrſcheinlich in ein Gefängniß. Das ließ ver⸗ muthen, daß zwiſchen Mahner und Leliſa ein gewalt⸗ ſamer Vorgang ſtatt gefunden, bei dem die Schuldige

Audienz.

Die zehnte Muſe, Fraͤulein Schreckhorn, ſtand als Apoll vom Sofa auf, als Hilda bekuͤmmert herein trat. Sie hatte ihre Studentenkleider an, ja ein kuͤnſtliches feines Stutzbaͤrtchen und einen dito Backenbart. „Ruhe ein wenig, dann kleide dich beſſer!“ ſprach ſie; „wir gehen ſogleich zur Baroneſſe, und dort wirſt Du gluͤcklich ſein und hoffentlich werden. Aber präge Dir ein, traͤume es feſt, liebe Warnprinzeſſin, daß Du eine Mutter haſt, und daß Ich deine Mutter heute vorſtellen werde. Vergiß das nicht! Ich habe alle Gelegenheiten ausgeforſcht. Ich bin aufs Reine.“—

Und nach kurzer Zeit gingen ſie nach dem prach⸗ tigen Hauſe der Baroneſſe, dem Schloß gegenuͤber in mäßiger Ferne. Aber ihre Freundin Schreckhorn verſchwieg der Hilda, daß die Baroneſſe hier, faſt ge⸗ wiß jene Dame geweſen, die an den drei Kreuzen ge⸗ weint, und an welche der Maͤdchenmuͤller geſchrieben; daß ſie alſo die heimliche Mutter der Mutter der Hilda ſei, ohne zu wiſſen, wie das Alles zuſammen⸗ hange.