Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 4—

mutter und die kleine Moliwha echelterten die un⸗ terhaltung durch ihr ſonderbares Verhältniß ünd Ver⸗ halten. Alle lächelten dazu, ſelbſt Semakuang, doch dieſet herzlicher. La⸗Moé und das Kind ſchliefen endlich wieder ein; die Knaben ſetzten ſich allein in das Dunkel, hielten ſich leicht an den Haͤnden und ſchliefen ein, auch Othota, hätte lieber allein im Bett ſich aus⸗ geweint, aber der Colao glaubte zu ihrem Froſt, Hleich⸗ ſam zu ihrer Einwilligung in ſein— ihr erklaͤ⸗ ren zu muͤſſen bis tief in die Nacht: Er ſerbſt habe ſeine Ungnade mit Fleiß verſchuldet, mit Eifer dem Kaiſer zu dienen, was fortan nicht mehr möhlich geweſen, wenn das Volk ihn noch in Gunſt auf der Seite des Kaiſers geſehn. Selbſt det ſchlaue Prieſter ſey von ihm getaͤuſcht, und nur ein Werkzeug in ſeiner Hand. Denn Vernunft ſey die hoͤchſte Macht, als die klarſte— obgleich die Prieſter des alten Kindes noch heute glauben: Donner und Blitz und Regen und Sonnenſchein zu machen, und mit der Kraft der Erde und ſelbſt mit dem Himmel zu. wenn zu ſpielen.

Orhota kam es während dem vor, als hore ſie ein leiſes Kniſtern draußen, broben, oder vor den Fenſtern. Sie horchte. Es war ſtill. Nach langer Zeit hoͤrte es auch der Colao; doch blieb es wieder ſtill. Se⸗ makuang behauptete ein unterdruͤcktes Nießen gehört zu haben. Vielleicht ſind es gar Rauber, ſagte der Colao leiſe. Dieſes Volk, wie Vogel im ſchoͤnſten