—
war eines Herrſchers Leben begluͤckt noch begluͤckend, der ſich den Prieſtern ergab, und anſtatt Ihn unſterb⸗ lich zu machen durch euere Tränke und Wunder, raubt ihr ihm Thron und Leben! Ich habe Wahrheit geſagt, als ich viel zu verlieren hatte, jett— wuͤßte ich nicht, warum ich ſie verſchweigen ſollte. Und haſſeſt Du mich— laß es Deinem Weibe nicht buͤßen! Denn wenn auch nur Eins in der Ehe betrogen iſt, ſo ſind Beide ungluͤcklich!
Ich will die Tochter wieder verſtoßen, ſtammelte vor Zorn der Prieſter.
Thue ſo wohl! bat ihn Orhotaz Beſſer Du chateſt es vor drei Tagen und drei Nächten.
Sey ohne Sorgen! Wir Prieſter ſind unſerem alten Kinde getreu! Er iſt todt, und kein Lebender kann unſerem Willen etwas befehlen— wenn auch der Leib der Macht auf Zeit zu gehorchen ſcheint! Auch Deine drei praͤchtigen Kaſten mit eben ſo jam⸗ merlichem Hausrath werd' ich Dir wieberſchicken. Du haſt mir die Eyrlichkeit leicht gemacht!
Orhota erroͤthete. Semakuang ſprang auf faßte ihn an den Knebelbart, ſchuͤttelte den alten Kopf und frug ihn, drohend: iſt das Dein Dank fuͤr das beſte Kind! Geh, wie Du kamſt, mit Schadenfreude!—
Tſchao⸗kong bemerkte Semakuang erſt jetzt, winkte ihm, und der Prieſter verſchwand unangefochten⸗
Mit dem Verhaßten und Hafanſchuͤrenden waren feindliche Gefuhle auch aus den Gemuͤthern der Zuruͤckge⸗


