Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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er eine Prinzeſſin zum Weibe habe; ſie zerpfluckte bir ſchwarze Feder, griff vor Angſt an ihr Haupt, und riß das Stirnband mit der Perle aus ihrem Haar. Aber noch war mit dem Colao ein junges Maͤdchen gekommen, das in einen ſchlichten Mantel und Hut gehuͤllt, ja verhuͤllt, ſchweigend und furchtſam an der Thuͤr ſtand. Dem nahte Orhota jetzt, lͤftete ſeine Verhuͤllung und ſah ihm ins Auge. Es war ein Knabe. Er ſenkte verſchämt den Kopf, und Orhota erblickte in ſeinem Nacken das Halsband von großen Per⸗ len. Voll Scheu, weil das nur der Kaiſer oder ſein Sohn tragen darf, und doch voll Neugier, luftete ſie den Man⸗ tel, gewahrte das hellgelb⸗ſeidene Kleid und den Dra⸗ chen mit 5 Klauen, den Guͤrtel von Gold, mit Ru⸗ binen, Saphiren und Perlen beſäet, und zaghaft ver⸗ barg der Knabe ſeine goldene Mitra mit der geknickten Pfauenfeder unter dem Arm, und beſturzt rief ſie: des Kaiſers Sohn!

Er iſt gerettet! ſprach Tſchao⸗kong vergnügt; ſeine Mutter hat mir ihn aufgedrungen, mit tauſend Thra⸗ nen von ihm Abſchied genommen; ſie ſah uns nach, ſie vief mich zuruͤck, ſie mußte ihr Kind noch einmal ſehn, noch einmal an ihren Buſen druͤcken— denn ſie wird ihn nicht wieder ſehn, ſagte er leiſe.

Alſo droht Unheil dem Reich und uns Allenk frug Orhota.

Unheil; erwiederte Tſchao⸗Kong betrübt. Nur eine handvoll Verraͤther, oder Raͤcher zieht heran, und⸗