Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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von Wachs, damit ſie, wenn die Stufen des Thrones(der Kaiſer) am Kerker voruͤbergingen, und einen Blick auf ſie zu werfen wuͤrdigten, ſie dem Blicke vorhanden waͤ⸗ ren! Und welche Gefangene? Den Enkel des Kaiſers Wu⸗Ti! ſeine ſchoͤne Schweſter Lamoliſchwia, und ihre Mutter, die Angeklagte: daß ſie durch Zauberei ihres Gemahles ſchoͤnſte Nebenfrauen unmerklich hingeopfert. Druͤben im Thurme hat er ſie erziehen laſſen, vielleicht fuͤr den Thron, ſo kann man nun denken; denn von Weitem muß man vorſorgen, noch Unbeachtetes pfle⸗ gen, bereiten und ſtaͤrken, um dem Reiche ſein Sii in der Zukunft zu ſichern!

Das waren die Gefangenen druͤben im Thurme? frug U⸗Muen, der ſich voll Mitleid weinend an die Mutter gehangen.

Der Prieſter wuͤrdigte ihn keiner Antwort.

Das war Lamoliſchwia? Sie! frug uͤberraſcht Semakuang.

Der Prieſter nickte ihm bloß zu, um ihn dabei anzuſehn, dann fuhr er fort: Auch einen zum Tode Verurtheilten hat er noch ein Jahr am Leben gelaſſen, ſein Weib zu ihm in den Kerker geſandt, damit er einen Sohn erhalte, der ihn im Tode verehre— den Verbrecher, und daß der Sohn des Gluͤcks der kind⸗ lichen Liehe theilhaft werde— gegen den Todten. Denn das ſei unſer ehrwurdiger alter Gebrauch!

Mutter! ſprach U⸗Muen, ach, ich wollte den Vater verehren, auch wenn er todt wäre! Vechiif mir