getragenen Hutes. Seine drei Gewänder waren ein⸗ foͤrmig grau, und bis auf die rothe Schärpe um ſei⸗ nen Leib, war nichts Auszeichnendes an der Geſtalt des vertrockneten Alten.
Du ſiehſt aus wie der Mond, wenn er mit alle ſeinem goldenen Lichte doch nicht aus den ſchwarzen Wolken hervorbrechen kann, und durch ſie, dann ſelber ſchwarz erſcheint! ſprach Orhota zu ihm nicht ohne Beſorgniß und Furcht; Dein Auge zuͤrnt uͤber Deine Zunge, daß ſie uns Unheil berichten ſoll.
Wenn Du dachteſt wie ich, nun noch vielmehr ver⸗ ehrte Mutter meines Weibes, dann wäre wohl alles gut; begann der Prieſter. Ich habe Dir fruher ſchon nicht umſonſt geſagt: Flucht vor Ehren, Verachtung der Reichthuͤmer, gluͤckliche Sorgloſigkeit der Seele, die ſich uͤber alle menſchliche Dinge erhebt, giebt uns Gnuͤge; oder die Gnüge giebt Jend. Die Vernunft, Tao, hat Alles hervor gebracht, und ſo beherrſcht ſie heut noch Alles. Darum ſei vernuͤnftig, dann biſt Du Deiner, und der Begebenheiten Herr. Entferne alle heftigen Wuͤnſche, alle Leidenſchaften, die den Frieden der Seele zu beunruhigen fähig ſind. Die Aufmerkſamkeit des Vernuͤnftigen geht darauf, ſein Leben ohne Gram zuzubringen, und darum alles Zuruͤckkommen auf das Vergangene, alle Sorge um die Zukunft zu verbannen. Das rathe ich Dir jetzt, weil Du nur ſo dem Gram Dich entzieheſt! Sich mit großen Entwuͤrfen beſchäftigen, dem Geiz und der Ehr⸗


