Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Theurerers geben als ſein Weib? Das Leben hat durch ſie erſt alle ſeinen Werth fuͤr ihn.

Du ſagſt recht; doch das Leben der Menſchen, und der Männer iſt verſchieden; es kann unendlich viel werden, es iſt, was wir daraus zu machen ver⸗ ſtehen. Glaube mir, Orhota, Du Koͤnigin unter den Frauen, wie Dein Name die Koͤnigin der Gewächſe bedeutet.

Und ein wenig erroͤthet, fuhr Orhota fort: Auch meinem Tſchao-Kong hat der Mutter Verlaſſenſein Leid gethan, und aus Sehnſucht den Vater zu ſehn und zu finden, iſt er in der erſten traͤumeriſchen Ju⸗ gend mit der jugendlichen Mutter auf jene Berge druben geſtiegen aber ſie haben nur verſteinerte Fußtritte in Felſenbrocken wiedergebracht. Ja in die Höhlen und Kluͤfte ſind ſie mit Fackeln geſtiegen aber ſie haben nur verſteinerte Schwalben wieder ge⸗ bracht. Orhota hohlte die wunderlichen Gebilde her⸗ vor, ſtellte auch den Felſenſchiefer mit den Fußtritten uralter Menſchen vor Semakuang auf den Tiſch, und während er die heiligen Reſte der alten Erde geruͤhrt betrachtete, kam Li⸗Chaod⸗Kiun.

Er grüßte ſeines jungen Weibes Mutter und ſchwieg dann, waͤhrend er von Semakuang's Gegen⸗ wart uͤberraſcht ſtand, und ſeine fahlen hagern Wan⸗ gen ein wenig roth werden wollten⸗ Aber ſein Ge⸗ ſicht verbleichte und verfinſterte ſich wieder, und er verbarg es halb mit dem breiten Rande ſeines ſchief⸗