Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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ner! Ich will Dir das Geheimniß vertrauen; ant⸗ wortete der Großvater des Pung: Und nun er⸗ zählte uns Lamoé, wie es geſchehen; wie Pung's letztes Weib aus Neid, daß er wiederum ein noch ſchoͤneres Weib als ſie geweſen, nehmen wolle, das Geheimniß ſeines Lebens dem Gotte der Todten verrathen, und Pung in ſeines letzten Weibes Armen ploͤtzlich todt gelegen.

So wuͤrde ich ihn nicht berauben! ſeufzte Orhota. In ihrer erſten Sehnſucht nach ihrem verlorenen Manne Semakuang hat unſere Lamoé als junges Weib von 418 Jahren, auch von der Zuſammenkunft der unſterblichen Menſchen, der Tin⸗Siön, auf dem Berge King, gehoͤrt. Denn das Daſeyn derſelben hat des Kaiſers Lieupang Mutter aus ähnli⸗ cher Sehnſucht verrathen, da ſie, als junges bluͤhen⸗ des Hirtenmaͤdchen im Haine Laub geſammelt, und dort ihres ſpäter durch Rettung des Reiches ſich zum Kaiſer empor arbeitenden Sohnes Mutter ge⸗ worden; aber der Vater war nur erſt zum Sterbe⸗ bette ſeiner Geliebten wiedergekehrt, noch jung und ſchoͤn, wie er ſie verlaſſen; das Weib aber hatte alt und verbluht nun ſterbend vor ihm gelegen.

Semakuang ſchloß ſeine Augen und ſchauderte leis wie frierend, dann ſah er auſ Lamoé, ſeufzte und die Augen ſtanden ihm in Thränen.

Ja wohl! ſeufzte Orhota ihm nach. Semakuang hat nicht wohl gethan. Was kann es einem Manne