Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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ſah. Sie eilte auf ihn zu, ſie ſchloß ihn in ihre Arme, ſie weinte wie er, hieß ihn ſich ankleiden und holte dann einen bisher fuͤr zu koſtbar gehaltenen, als Hausrath mitgebrachten Fliegenwedel von kuͤnſtlicher Arbeit und theueren Federn, nahm U⸗Muen's Stelle ein, be⸗ laͤchelte die Alte und ſprach zu Semakuang: Unſere Lamoé halt das kleine Maͤdchen fuͤr ihr eigenes leibli⸗ ches Kind, und läßt ſich das nicht ausreden; auch reden wir ihr es nicht aus, denn mein guter Tſchao⸗ kong iſt ſo gehorſam und dankbar gegen ſeine Mutter, es ihretwegen zu glauben. Denn er ſagte:Wer wird einem alten Menſchen die letzte Stunde verbittern! er hat ſo vieles geduldet von Wahrheit und Wahn, und er ſoll nun erſt noch das Aeußerſte dulden! Dulde und liebe Jeder den Andern wie er iſt, und was er liebt! Er aber haͤlt die Kleine fuͤr Dein Kind!

Vielleicht haben ſie beide Recht, die Mutter und Er, ſchaltete Semakuang laͤchelnd ein.

Beide! ſprach Orhota ihn groß anſehend. Nein, ich meine, fuhr ſie fort: mein Mann haͤlt Dich fuͤr ſeines Vaters Semakuang Sohn. Er freut ſich Dich zu ſehen und ladet Dich ein: bei uns zu wohnen, ſo lange Du hier in der Blume der Mitte, in Honan, weileſt.

Die kleine Moliwha aber war indeß erwacht, hatte Semakuangs Stimme gehoͤrt, ſetzte ſich auf, ſchlug froͤhlich in die Haͤndchen, rief: Vater! Vater! und war nicht zu halten; Orhota hob ſie vom Bett,