Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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21 genaht; doch mit geſchickter Hand den Batt ergreifend riß ſie der Geſtalt ploblich die lächelnde Maske ab. Aber Orhota fuhr zuruͤck, denn nun gluͤhte ein zweites goldenes Geſicht der Geſtalt darunter wie weißes Feuer.

Das Kind iſt ein Kind, ſprach die Stimme, ge⸗ laſſen wie vorher; und ob es die kleine Tochter der Lamob ſei, fragt die Mutter!

Bei der verfinſterten Sonne, rief Orhota, mich uberlaͤuft ein Schauer!

Das verlaſſene kleine Mädchen aber war indeß vor ein niedriges Schraͤnkchen mit verſchloſſener Thuͤr gewankt, und rief verlangend:Jollo! Jollo! Himmel, rief Moliwha, fie weiß, daß der Bartgeier von Porcellain da drinnen ſteht, den wir Kinder, bei der Großmutter Ungnade, nie anruͤhren duͤrfen, weil es zu ihres Tochterchens Spielzeug gehört hat, das ſie heilig da drinnen verwahrt.

Ich will ihr ihn geben! ſagte eilig U⸗Muen. Er ſchloß auf, der kleine bunte Bartgeier ſah das Kind mit ſeinen Perlen⸗Augen an, aber es langte nicht nach ihm, ſondern nach einer kleinen vergoldeten Taſſe, ſahe die ſchuͤchtern genahte Moliwha an, und ſchien ſein Abendbrot zu begehren.

Orhota hatte jetzt die Augen voll Thränen. Wecke die Mutter! ſprach ſie zu U⸗Muen. Aber die alte Mutter war ſchon aufgewacht, und ſtand und ſah, und bebte, und rieb ſich die Augen. Sie riß die