Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Das kleine Maͤdchen aber langte ſchon von ſeinem Arm hinab in das Zimmer, und ſchien getaͤuſcht wie Semakuang von der Aehnlichkeit der Enkelin, nach Moliwha zu begehren! Da aber dieſe das Kind, erblaßt vor Schreck und ſtarr vor Verwunderung an⸗ ſah, ſo blieb auch das Kind verlaſſen und befangen vor ihr ſtehn.

Mutter frug U⸗Muen, iſt denn des Vaters Schweſters ein Zwerg? und ſieht doch ſo jung aus wie ein wirkliches Kind! und, fuͤhle nur auch, ſein Haͤndchen iſt ſo weich, und ſieh doch, das Haar ſo ſo fein und licht wie Seide!

Betruͤger! rief Orhota die ruhige Geſtalt an⸗ Du willſt uns eines Andern Kind, vielleicht Dein Ei⸗ genes, mit neuerſonnener Frechheit aufbuͤrden! Die Liebe der Finder zu den Aeltern, ach, die iſt bei uns wohlbekannt! Aber die Ehrfurcht der Vaͤter und der Muͤtter vor den Kindern wehe, die iſt wie ausge⸗ ſtorben in tauſend Herzen. Zittere vor dem Colao! daß Du zu Uns, zu Uns, und in dieſer Vermummung kommſt! und die himmliſche Geſtalt der Kindheit und des Fruͤhlings, und den Silberbart des weiſen Alters zu ſolcher Schandthat mißbrauchſt! Nimm das aus⸗ geſetzte Kind und entflieh!

Ich ſetze es ein, wohin es gehoͤrt; ſprach die Stimme unverdroſſen.

Wenn Du das Kind todt wiedergebracht, oder alt und groß! entgegnete Orhota beſaͤnftigter ihm