Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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große Laterne von der Decke, und beleuchtete das kleine Maͤdchen mit zitternder Hand, daß die Laterne zitterte. Sie beſahe das Haarnetz genau, und die goldene Stickerei an den blitzenden kleinen Schuhen. Laßt mich, laßt mich! rief ſie außer ſich; das Kind aber hatte kaum die Stimme vernommen, als es in die ausgebreiteten Arme der Lamoé ſich wandte, die zu ihm hingekniet war aber wie von dem alten Geſicht derſelben befremdet, ſeufzte es, ſchlang ſeine Aerm⸗ chen um ihren Nacken und verbarg das kleine roſige Geſicht an ihr. Lamoé, mit letzter Kraft der Beſin⸗ nung fuͤhlte mit dem Mittelfinger an das Ohr der Kleinen; ſie fuͤhlte, und ſie ſah daran die drei Waͤrzchen, wie halbreife Perlen. Sie ſah mit Er⸗ ſtaunen und ſtummer Wonne den Uebrigen in das Ge⸗ ſicht empor, und Kraft und Beſinnung vergingen ihr nun, allmaͤlig ſie verwandelnd.

Moliwha nahm das Kind von ihr, damit ſie es nicht beſchaͤdige, Orhota lehnte die arme alte Mutter auf das Bett, U⸗Muen ſetzte ſich zu ihr, und hielt ihre Hand und weinte.

Moliwha aber nahm das Licht und ſetzte ſich mit der Kleinen an den Tiſch; und als ächte Chine⸗ ſin trank es aus ſeiner Taſſe den wuͤrzigen Thee, und vom feinen Hochzeitbrot der Moliwha. Daruͤber begehrte es zu Bett, voll holden Schlafes und die zaͤrtliche junge Braut legte, wie einer Bezau⸗