Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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dere Menſchendem Himmel ſei Dank nennen! und mein Sohn ſpricht auch fuͤr ſie: dem Himmel ſei Dank. O daß Semakuang dieſe Luſt am guten Sohne mir allein gelaſſen!

Mit erregtem Herzen legte ſich die Alte mit dem Geſicht auf die verſchlungenen Arme, die ſie als Ruhe⸗ kiſſen ſich auf das harte Tiſchchen gebreitet hatte, vor dem ſie ſaß, und es dauerte kurze Zeit, ſo ſchlief ſie ſchon⸗ Aber ſie ſchlief mit regen Sinnen. Sie rief nach ih⸗ rer verlorenen kleinen Tochter Moliwha; ſie ſahe im Traume ſie kommen, erſchrack vor ihr, daß ſie alt und betagt ſei, und druͤckte ſie doch an ihr Herz⸗ Dann weinte ſie wieder ſtill. Ihre ſchoͤne Enkelin Moliwha, und ihr Enkel U⸗Muen athmeten kaum indeß. Sie ſetzten ſich neben Semakuang, der ihre Haͤnde gefaßt, und, ſie druͤckend, in ſeinem Schooß hielt, und verwundert ſchien, daß La⸗Moé uͤber dem Er⸗ gießen ihres Herzens nicht nach Semakuang naͤher ge⸗ fragt: Ob er komme? Wo, oder ob er noch ſei? ſondern ganz von der Freude geſaͤttigt geſchienen: nur ſeinen Sohn zu bewirthen, ihn anzuſchauen, ihm ihr vergangenes Leid zu klagen zwar, aber vielleicht blos um Semakuang, der ihr unvergeßlich und theuer war, nicht anzuklagen! Als er ſo lange Zeit ſchweigend in ſtiller Betrachtung geſeſſen, waͤhrend das Goldkehlchen kuͤßte er die Kinder raſch, ſtand auf, kuͤßte das

Silberhaupt der Schlafenden und ging mit heimlich

Scheſers neue Rov. 1. 2