wohnen ſchien: Wer fragte denn hier nach La⸗ Hier bin ich ihm!—
O Himmel! Lamos! rief er aus gepreßtem Herzen, traurig und uͤberraſcht von ihrem Anblick. Sie hat die Maske des Alters vorgenommen, aber das Auge iſt friſch und hell. Ach, das Alter kommt wie die ſilbergeſtreifte Schnecke, ſo ploͤtzlich iſt es da! — ſprach er keiſe und gleichſam mit dem Himmel.
Du ſcheinſt unzufrieden mit mir, daß ich ſo lang⸗ ſam komme! Vergieb den 75 Jahren, die mir lang genug gewaͤhrt! Und darf ich fragen was Du bringſt?
Der Fremde hatte die Augen geſchloſſen, hielt die gute Alte an ihrer Hand und ſprach mit forſchenden aufmerkſamen Zoͤgern: Ich ſoll Dich gruͤßen von Semakuang..
Von Semakuang! ſprach ſie leiſe, und ver⸗ huͤllte ſich in ihr Gewand.„Von Semakuang,“ wie⸗ derholte ſie in der Verhuͤllung, wie ein Geiſt. Dann, hoͤrte er, weinte ſie. Ach, hub ſie endlich an, ich habe ſein dieſen ganzen Tag gedacht! Heut ſind es 60 Jahr, ein ganzes Menſchenleben(Kia⸗tſe) daß er von mir ſchied, den kleinen Knaben Tſcha o⸗kong mir ließ, und das viele Gold, und mit ſich nahm er mein einjährig kleines Mädchen, meine Woliwhal O ſage, ſind ſie beide todt?
Der Fremde ſchwieg.


