hob, und im Entwandeln oft noch zuruckſehend ſprach: O Himmel, der Du ſolche ſchone Weſen heraustreten läſſeſt auf die Erde, wie Roſenbäume aus ihrem Schooß und mit Roſenfruͤchten wie die Cammelia— ja es iſt werth, daß man lebe! So zu leben wie wir, wie ich! Und bringt es uns auch Leid, Leid wie die andern Sterblichen nicht empfinden, ſo iſt das Entzuͤcken, die unſterbliche Fuͤlle hier draußen doch groͤßer, ja betaͤu⸗ bend groß. Nun aber nah' ich von dem Enzuͤcken vielleicht dem Leid! gewiß, wenn, wie die Stimme ſprach, Alles leis und unmerklich voruͤber ſchleicht und wenn wir hinſehen, ploͤtzlich hinweg iſt wie die goldgeſtreifte Schnecke— auch die Menſchen, das Weib— und ach, ich muß es klagen— endlich, endlich auch ich ſelbſt, und wir!
Er ſagte nicht deutlich, wen er meine mit dieſem Wir, und nahte beinahe ſchuͤchtern dem Hauſe, das ihn vorhin hinabgelockt, und das allein ſtand das Aeußerſte von allen, im Schirme des Campherbaumes.
Mit geſpannter Neugier trat er leis an die Haus⸗ thuͤr, um die daneben hangende Tafel(Ti⸗tang) zu leſen, worauf nach dem Gebot, alle Hausgenoſſen, ihr Alter, Geſchlecht, Name, Verdienſt und Gewerbe verzeichnet ſtehen; da trat ein junges Weib in die Thuͤr, vor dem er erſchrack und erſtaunte. Sie err⸗ thete und wollte zuruͤck treten, aber in liebevollſter Verwirrung hatte er ſchon ihre Hand in den langen grau,ſeidenen Aermeln gefaßt.— Biſt Du es? fragt'


