Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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292 dem ganzen Europa zeigen, wie gut wir es wiſſen, daß Spanien nie groͤßer und ruhmvoller daſtand, als vor Kurzem, wo es ohne Camarilla, ohne Hof und ohne Koͤnig war.

Aller Augen wandten ſich jezt auf Alonſo. Dieſe ganze verſammelte Menge von Gegnern, die das ungluck mit einander ausgeſoͤhnt hatte, betrachteten ihn als den Schiedsrichter ihrer Streitigkeiten; ihm allein wuͤnſchten ſie ihre Zukunft anvertrauen zu koͤn⸗ nen. Waͤhrend Sir Georges ſprach, war eine hohe Roͤthe uͤber ſein Geſicht geflogen, jezt, wo Don Do⸗ mingo redete, flammte ein großartiger Schmerz aus ſeinem feurigen Auge. Auf einmal ſtand er auf und rief:Ich uͤberzeuge mich nur zu wohl, Don Fer⸗ dinand bedarf alle ſeine Unterthanen, und Spanien alle ſeine Buͤrger. Maria, fuhr er dann weiter fort die Tage unſerer Ruhe ſind nun voruͤber, und die des Kampfs beginnen von neuem. Laß uns daher dieſe anmuthige Einoͤde verlaſſen; die Pflicht ruft mich fern von hier hinweg. So ſprach er, und die Kaſtilianer wußten nicht, wie ſie, laut genug preiſen ſollten.

Der großmuͤthige Buͤrger Spnniens nun traurig noch einmal einen Blick auf die ganze Gegend, wo er, von den Menſchen verkannt, fern von Staats⸗ Angelegenheiten und von hohen Aemtern, alles das Gluͤck beſeſſen hatte, was es irgend auf der Erde ge⸗ ben kann,alles Gluͤck, wofern man dies ir⸗ gendwo außer der Heimat zu finden vermoͤchte! Weinend ſagte die Markiſin dieſen Suben Lebewohl,