291
Der Englaͤnder erwiederte voll Ingrimm:„Ich habe, ſo wie ganz Europa, uͤber euer Ungluͤck geſeufzt. Mein Vaterland, das ſich eine Ehre daraus macht, eure Freiheit unter den Schutz ſeiner Siege geſtellt zu haben, iſt eifrig bemuͤht, euch eine Ruhe zu ver⸗ ſchaffen, die ihr auf eine ſo edle Weiſe erſtrebt habetz doch wir, die wir uns in der Bahn einer freieren Staatsverfaſſung laͤnger bewegt haben, als ihr, wir wiſſen nur zu wohl, daß da, wo das Koͤnigthum keine Mocht und kein Anſehn mehr hat, blos Ungluͤck und Verbrechen eintreten kann. Eure Verfaſſung laßt den Thron ohne Macht, und das Miniſterium, das ſich waͤhrend eurer erſten Unruhen gebildet hat, koͤnnte euern Feinden leicht Anlaß geben, zu ſagen, daß ihr vor der ksniglichen Majeſtaͤt keine Ehrfurcht heget⸗ Es kommt daher vor allen Dingen darauf an, daß eine andere Wahl—„Gerechter Gott!“ rief Don Domingo,„waͤhrend die Camarilla mit ihrem eiſernen Arme auf Spanien druͤckt, waͤhrend im koniglichen Palaſt taͤglich gegen das, was man geſtern erſt beſchwor, Anſchlage gefaßt werden, ver⸗ langt ihr noch, daß wir demjenigen neue Waffen in die Haͤnde geben ſollen, der ſie blos dazu benutzen wuͤrde, um uns damit die Koͤpfe abzuſchlagen. Es iſt ohnehin ſchon zu viel, daß die ganze vollziehende Gewalt und ein Theil der geſetzgebenden in eine und dieſelbe Hand gelegt iſt; und wenn die Inhaber die⸗ ſes ungeheuern Anſehens nicht gleich uns fuͤr die Sa⸗ che der Freiheit gelitten haͤtten, ſo muͤßten wir ſofort die geſetzmäßigen Schranken noch verſtrken, und 19*


