Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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chend ſind, die ſie aber niemals uͤberſchreiten kann. Laßt uns von dieſer Wohlthat unſeres Schickſals Vortheil ziehen, laßt uns nicht aus bloßem Vergnuͤ⸗ gen in das weite Feld der Reuerungen hinauseilen, wo wir vielleicht nicht eher ſtill ſtehen wuͤrden, als vor den Kerkern der unumſchraͤnkten Gewalt oder vor knigsmoͤrderiſchen Blutgeruͤſten. Die Zeit iſt auch ein Geſetzgeber, und wird beſſer als die Leidenſchaf⸗ ten der gegenwaͤrtigen Zeit im Stande ſein, unſere Geſetze dereinſt zu verbeſſern.

So eben kam ein Fremder den Weg von der Ein⸗ ſiedelei her gegangen; es war Sir Georges. Er wunderte ſich, einen ſo zahlreichen Menſchenkreis um den Kaſtilianer verſammelt zu finden, bekompli⸗ mentirte ihn mit wenigen Worten, druͤckte dem Erzbiſchof und Don Diego die Hand und ſprach dann uͤber die Fehler der Konſtitution.Dieſe Fehler, nahm jezt Fray Vicente wieder das Wort, kennen wir alle; allein wir bitten Gott blos um eines, naͤm⸗ lich daß man uns in Frieden laſſe. Unſere neue Re⸗ gierung, wie ſchlecht ſie auch immer ſein mag, wird immer noch beſſer ſein als die, welche ſo eben abge⸗ ſchafft worden iſt; und als dieſe leztere mitten unter Poͤbeltumult und Meineid auf den Druͤmmern eines Syſtems, das durch abgeſchloſſene Vertraͤge unter den Schutz aller Koͤnige Europens geſtellt war, ihren Thron aufſchlug, habe ich niemals gehoͤrt, daß ihr euch zwiſchen uns und unſere Bedruͤcker als ein Ver⸗ mittler hingeſtellt haͤttet. Ein dreimal wieder⸗ holtes Beifallklatſchen uͤbertaͤubte die lezten Worte⸗