und gaben zu der Verbindung des liebevollen Gitar⸗ renſpielers und ſeiner ſchoͤnen Freundin ihren lauten Beifall zu erkennen. Die Landleute von Bearn und von Navarra, die jezt auf einmal mit einander aus⸗ geſoͤhnt waren, verſprachen einander, von nun an zu einander uͤber die Grenze zu kommen.
Die Spanier dagegen, in ihre Maͤntel gehuͤllt, ernſten Angeſichts, und ihre innige Freude blos durch einen lebhafteren Ausdruck ihres Blickes und durch ihr, halb hinter den dichten Knebelbart verſtecktes, Lacheln verrathend, bildeten gleichſam eine Art von Senat oder Areopagus, der etwas echt antikes an ſich hatte. Alle dieſe Buͤrger eines und deſſelben Vaterlandes, die ſo lange durch die Stuͤrme der Zeit von einander getrennt geweſen waren, unterhielten ſich jezt von den ausgeſtandenen Pruͤfungen. Sie ſprachen von dieſem Spanien, welches ſie vertheidigt hatten, von ihren auf dem Schlachtfelde gefallenen Kindern, von ihren niedergebrannten Haͤuſern, von ihren eigenen Heldenthaten. Die Schlacht von Burgos ward dabei nicht vergeſſen; man erzaͤhlte, ſie ſei ſehr blutig geweſen.„Ja wohl,“ fuͤgte Fray Pablo hinzu, der ſich freute, wieder Kaſtilianer um ſich zu ſehen,„ſehr blutig.“—„Wie wiſſet ihr denn das?“ unterbrach ihn Don Domingo, und aller Augen waren auf den Miniſter des Koͤnigs Jo⸗ ſeph gerichtet.—„Ich war ja dabei zugegen,“ antwortete er;„ich befand mich ja im Hauptquartier des franzoͤſiſchen Kaiſers.“— Das Entſetzen, welches auf einmal der ganze umſtehende Kreis em⸗
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