Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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die er an ſeinen Haͤnden trug, und er erklaͤrte ſofort, daß er hier auf dem Boden der Verbannung wohnen bleiben wolle.Ich kann wohl, rief er aus, den Undankbaren verzeihen, welche mich mit Schande zu brandmarken ſuchten; allein in ihrer Naͤhe leben werde ich nie! Die Bitten und das Zureden des Praͤlaten vermochten nichts uͤber ſeinen uner⸗ ſchuͤtterlichen Willen. Aus den benachbarten Staͤd⸗ ten folgte immer eine Deputation auf die andere, unter der Zahl dieſer Ankommenden befand ſich auch Don Diego, gegenwaͤrtig politiſcher Chef der Provinz. Die Huldigung des guten Hidalgo ruͤhrte den edeln Verbannten nicht wenig, den alle dieſe Mitbuͤrger aus den verſchiedenſten Staͤnden und Partheien jezt baten, daß er nach ſo langer Zwietracht und nach ſo langem Ungluͤck wieder an der Leitung der oͤffentlichen Angelegenheiten theilnehmen moͤchte. Man ſah, wie ſehr Alonſo davon geruͤhrt war; er ſchloß ſeinen Sohn in ſeine Arme, um die Bewegung ſeines Ge⸗ muͤths den Umſtehenden zu verbergen, allein ſein Entſchluß ward dadurch nicht geaͤndert.

Don Domingo, der ſo eben wieder aus ſeinem fernen Zufluchtsorte in ſeine Heimat zuruͤckkehrte, hatte in Bayonne von den Leuten des Don Carlos erfahren, welcher Beweggrund den Herzog auf die Gipfel der Pyrenaͤen gelockt habe. Er kam jezt nun eben hier an, und fand Aldouza in Thraͤnen ſchwim⸗ mend. Der Gadetanier druͤckte das Maͤdchen an ſeine Bruſt, und ſah ſich aͤngſtlich nach ihrer Mutter um, gleichſam als fuͤrchtete er ſich vor der Gegen⸗