Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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280 Bei dieſem Wort ſtuͤrzte Donna Matea denn ſie war es ganz außer ſich in die Einſiedelei hin⸗ ein. Die Ungluͤcktiche hatte naͤmlich von Don Car⸗ los zwar erfahren, daß Alonſo in dieſem Gebirge wohne; allein welch ein ſuͤßes Band den edeln Ver⸗ bannten in ſeiner Einſamkeit aufheiterte, hatte der Herzog ihr nicht ſagen koͤnnen.O mein Gott! rief ſie aus;das alſo ſparteſt du mir fuͤr das Ende meiner Verbannung auf! Alle waren daruͤber erſtaunt. Antonio und Paquita ſtanden auf; Bar⸗ tolomeo, der beim Anblick der Graͤfin, beim Anblick einer Afranceſada von Abſcheu ergriffen wurde, ſuchte ſeinen Saͤbel; der Baske und ſeine Gattin betrachte⸗ ten die fremde Frau. Die beiden leztgenannten wa⸗ ren niemand anders, als Alonſo und Maria, die noch nie ſo ſchoͤn geweſen war, als jezt in ihrer ein⸗ fachen Landtracht, als begluͤckte Gattin und Mutter. Fray Pablo horchte auf den Ton der Stimme, die ihm nur zu bekannt vorkam, und rief:Was iſt das fuͤr ein Ton, der aus der Hoͤlle empor ſteigt? Fort, fort von hier mit der Ruchloſen! Sie war es, die den Don Luis, Don Juan und zwanzig an⸗ dere umbrachte. O mein Vater, mein Vater, ver⸗ zeihe; ſie allein hat dich gemordet! Die ganz beſtuͤrzte Graͤfin warf erſchrockene Blicke um ſich her, in denen noch Wuth funkelte. So niedergedruckt, wie ſie war, ſchien ſie doch noch den beiden Ehegatten und dem Bruder, den dieſe voll Staunen anſahen, drohen zu wollen. Don Iſidro ſtreckte die eine Hand gegen ſie aus, waͤhrend er mit der andern gen Him⸗