Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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ſchloſſen hatten. Doch niemand wußte, wo er wohnte. Ein Mauleſeltreiber, der von Bayonne angekommen war, hatte in der umgegend das Geruͤcht von ſeinem Aufenthalt im Gebirge verbreitet; man ſuchte daher den Antonio in Urdax auf. Allein ganz Urdax war menſchenleer, und die daſelbſt zuruͤckgebliebenen Wei⸗ ber und Greiſe waren nie uͤber die Scheidegrenze der beiden Reiche hinuͤber gekommen. Der Andaluſier, die ſchoͤne Paquita, ja alle Maͤnner waren mit dem Alcalden an ihrer Spitze ausgezogen, um demjenigen, den die franzoͤſiſchen Basken noch immer den Galee⸗ renfluͤchtling nannten, Blumen zu bringen. Barto⸗ lomeo hatte nebſt ſeinem Generalſtabe ebenfalls den Weg nach dem Atzulal eingeſchlagen. Donna Urraca, die in dem Wirthshauſe zuruͤckgeblieben war, ver⸗ wuͤnſchte als fromme Chriſtin ihren Bruder und mehr noch ihren Mann, den Alcalden, daß er dem Kampfe den Meineid, und dem Maͤrtyrerthume die Abtruͤn⸗ nigkeit vorzoͤge. Auf ſie konnte daher Don Iſidro nicht rechnen.

Ich bot mich dem Pralaten zum Fuͤhrer an, und machte mich mit ihm auf den Weg, nicht ohne den ſchnellen Gang des achtzigjaͤhrigen Greiſes zu bewun⸗ dern, dieſe wohlthaͤtige Folge eines reinen Lebens, das ſeine Kraͤfte aus ſich ſelber ſchoͤpft, und mit der Zahl ſeiner Jahre auch die Zahl ſeiner Tugenden ſtei⸗ gen ſieht. Unterweges ſprach der Erzbiſchof ſehr wohlwollend von dem Fluͤchtling oben auf dem Atzu⸗ lal, beſonders aber von Maria. Er dachte mit be⸗ ſonderem Wohlgefallen daran, daß er alle wichtigen