Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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Mit Erlaubniß Euer erzbiſchoͤflichen Gnaden, ref der Prior; es bleibt uns jezt noch uͤbrig, die Schuldigen zu beſtrafen.* Sie beſtrafen? ſag⸗ te hier ganz wuͤthend Fray Aparicio;* welches Recht habt ihr denn dazu? die Konſtitution der Monarchie erklaͤrt alle Spanier fuͤr gleich. Auf einigen Ge⸗ ſichtern ſah man Beifall, auf einigen andern eine iro⸗ niſche Freude, auf den meiſten aber Betruͤbniß. Fray Aparicio, der ganz außer ſich daruͤber war, daß man ihn nicht gehoͤrig unterſtutzt hatte, huͤllte ſich in ſein Scapulier. Der Erzbiſchof ſagte raſch:Ein Wort, das aus der Hoͤlle emporgeſtiegen, iſt jezt unter uns vernommen worden; wir wollen uns nicht weiter darum kuͤmmern, welcher Mund es ausgeſprochen hat, allein ein dreitägiges allgemeines Faſten wird gewiß nicht zu viel ſein, um uns alle zu reinigen. Dies mein Bruder, fuügte er hinzu, indem er ſich an den Prior wendete,dies iſt die Strafe, die ihr fuͤr heilſam erachtet habt. Verſprechet nun mit mir zugleich, daß ihr auf keine andere weiter dringen wol⸗ let. Der Prior verſprach es, die Hand aufs Herz legend und zur Erde niederknieend. Alle Bruͤ⸗ der folgten ſeinem Beiſpiele, und das hohe Gewoͤlbe hallte von den Hymnen Davids wieder. Gleich da⸗ rauf hoͤrte der Geſang auf, die Verſoͤhnungskuͤſſe wurden gewechſelt, und die Sakriſtei leerte ſich. Ei⸗ nige Bruͤder hatten in ihrer innern Bewegung uͤber die Zwietracht, welche das Kloſter erfuͤllt hatte, beim umwenden nach dem großen Chriſtusbilde nicht ſorg⸗ faͤltig genug auf Stirn und Bruſt das chriſtliche Zei⸗