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lichen Kenntniſſe und ihren Doctorgrad, worauf ſie meiſt ſich ſo viel zu Gute thun, dazu benutzen, um durch das Patronat der Großen und Maͤchtigen dieſer Welt, auf deren Verwandtſchaft ſie ſo eitel ſind, ſich weltliche Wuͤrden zu verſchaffen.“—“ Man muß es leider geſtehen,“ nahm jezt ein anderer Do⸗ minicaner das Wort;»unter den Frayles ſogar giebt es Orden, deren eiferſuͤchtiger Haß und deren poͤbelhafte Unſittlichkeit.— Hier gab der Erzbiſchof dem Redner einen Wink und ſagte mit ge⸗ ruͤhrtem Tone:“Wir wollen uns an alle die uͤbri⸗ gen Soͤhne unſerer gemeinſamen Mutter, der heili⸗ gen roͤmiſchen Kirche, anſchließen, um ſie gegen die Angriffe der Philoſophie zu vertheidigen. Dieſer furchtbaren Feindin gegenuͤber wollen wir unſere Reihen nicht duͤnner machen, ſondern ſie vielmehr zu verſtaͤrken ſuchen. Uebrigens wollen wir beden⸗ ken, daß wir nicht hier ſind, um unſere Bruͤder an⸗ zutlagen, ſondern nur um die verirrten zuruͤckzu⸗ fuͤhren.“
Fray Vicente ſtand jetzt auf; auf ſeinem Geſicht zeigte ſich eben ſo viel Energie als Wuͤrde. Doch
Don Iſidro ſtreckte auf eine eben ſo viel Ehrfurcht
gebietende als vaterliche Art und Weiſe die Hand gegen ihn aus, und der Ordensgeiſtliche verneigte ſich, und nahm wieder ſeinen Platz ein. Der Erz⸗ biſchof fuhr nun weiter fort:* Es bleibt uns weiter nichts uͤbrig, als die unbeſonnenen Vorſchlaͤge, die gemacht worden ſind, zu vergeſſen, und Gott zu bit⸗ ten, daß er ſie ebenfalls wie wir vergeſſen moͤge.“


