Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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Unwillen anzuhoren. Er ſtand ſofort auf, und ſprach mit ſtarker Stimme und in einem leidenſchaft⸗ lichen Tone: 5 519

„Wir ſind alle hier beiſammen, um frei unſere Gedanken zu aͤußern, und ich werde einem jeden von euch erlauben, wenn die Reihe an ihn kommt, zu re⸗ den. Zuvor indeß muß ich euch den Zuſtand der Dinge klar auseinander ſetzen.“

„Ihr werdet wohl ſchon von der ketzeriſchen Geſetzgebenden Verſammlung gehoͤrt haben; ſo nennt ſie wenigſtens der unſterbliche Pabſt Pius der Sechſte in ſeinem Breve vom 10. Maͤrz 1791. Die⸗ ſes heilige Oberhaupt der Kirche brandmarkt ſie als ruchlos, weil ſie es wagte, die geiſtliche Gerichtsbar⸗ keit zu beſchraͤnken, die Entrichtung der Zehenten und der Erſtlinge zu ſchmaͤlern, uͤber die uͤbrigen Guͤter und Rechte der Kirche zu verfuͤgen, und eine ſoge⸗ nannte Reform der Ordens⸗ und Weltgeiſtlichkeit einzufuͤhren. Solchen Frevel wagte man, und als Strafe erfolgte ſofort der Bannfluch der Kirche.“

„Sucht nicht gegenwaͤrtig eine gewiſſe Parthei dieſelben Aergerniſſe herbeizufuͤhren? und iſt wohl ein einziger unter euch, der ſich mit denſelben Ver⸗ brechen beflecken und dieſelben Bannſtrahlen auf ſein Haupt herablenken will?“

„Saget mir ja nicht, daß man von uns blos immer Opfer verlange. Mit welchem Rechte duͤrfen wohl die Menſchen ihre Hand an das Werk ihres Gottes legen? Jeſus Chriſtus hat ſeine Kirche un⸗ abhaͤngig von allen irdiſchen Maͤchten gemacht. Der