Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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Reubekehrten ſeht ihr einen Greis, der mit ihnen ganz gleiche Denkungsart hegt; ſchon zu alt, als daß er im Jahr 1808 mit uns haͤtte die Waffen ergrei⸗ fen koͤnnen, außerdem in den kloͤſterlichen Andachts⸗ uͤbungen grau geworden, und bereits am Rande des Grabes ſtehend, wuͤrde er nicht exiſtiren können, ja vor dem Tode zittern, wenn er dieſen irgend anders⸗ wo, als unter dieſen traurigen Gewoͤlben finden ſollte. Ihm gegenuͤber werdet ihr einen Frater von athletiſchem Koͤrperbau und von ſtrengem und gebie⸗ teriſchem Blick bemerken; dieſe Perſon iſt der Pater Lehrmeiſter, der die jedesmaligen Novizen in die ver⸗ ſchiedenen kloͤſterlichen Verrichtungen einzuweiſen

pflegt. Er lehrt ſie, wie ſie die Kutte anlegen, den Chorrock tragen, mit beiden Haͤnden trinken, die ge⸗ hoͤrigen Verbeugungen machen, und das periodiſche Blutlaſſen, das die Kloſterregel anbefiehlt, durch den frommen Aderlaß der Kaſteiung erſetzen ſollen⸗ Er iſt furchtbar, wenn er die Geiſſel ſchwingt. Wir zittern, wenn die Reihe an ihn kommt; an der Art und Weiſe, wie er zuſchlaͤgt, ſieht man wohl, daß er ſich vor aller Wiedervergeltung ſicher fuͤhlt. Das Vergnuͤgen, bisweilen befehlen zu koͤnnen, troͤſtet ihn daruͤber, daß er beſtaͤndig zu gehorchen verpflichtet iſt. Tiefer im Chor, dicht am Betpult der Praͤlaten, werdet ihr an den Zeichen der gluͤhendſten Andacht leicht den einzigen unter den aͤlteren Kloſterbruͤdern unterſcheiden koͤnnen, der ſich laut gegen jede Reform erklaͤrt. Dafuͤr hat er aber auch freien Zutritt bei dem hochwuͤrdigen Pater Prior, und alle Gnadenbe⸗