Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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Am ufer begegnete mir Donna Leonor, die gern ihre Kinder von ihren ausgeſtandenen Abenteuern zu benachrichtigen wuͤnſchte. Es war indeß ſchon zu ſpaͤt, als daß ſie ſich noch haͤtte dem unruhigen Meere anvertrauen und noch in derſelben Nacht nach Cadir zurucktehren koͤnnen. Zum Ungluͤck war die Enkel⸗ tochter Domingo's nicht mehr bei ihr. Der franzoͤ⸗ ſiſche Offizier, vor welchen ſie damals gefuͤhrt wor⸗ den waren, war von ihrer nahen Ankunft bereits unterrichtet geweſen. Aldouza fand im franzoͤſiſchen Lager einen Theil der Dienerſchaft ihrer Mutter vor, waͤhrend ihre Mutter ſelber jeden Augenblick erwar⸗ tet wurde. Als die Belagetung aufgehoben wurde, hatte man meine Couſine zu ihrem Leidweſen mit fort⸗ genommen, Donna Leonor dagegen, die anfangs gefangen gehalten worden, hatte die Erlaubniß er⸗ halten, im Hafen von Santa Maria zuruckzubleiben.

Ich begriff nun die mutterliche Sorge Matea's und betruͤbte mich daruͤber, ohne zu wiſſen, daß ſie die Frucht ihrer Bemuͤhungen nicht genießen ſollte⸗ Waͤhrend es ihr naͤmlich gelungen war, ihre Tochter in das Lager des Feindes zu ſchaffen, ward ſie ſelber in Cadix entdeckt, und zwar in dem Augenblick, wo ſie ſich ſo eben aus der Stadt wieder zu entfernen im Begriff war. Von der Volksmenge erkannt und verfolgt, fluͤchtete ſie ſich an die Pforte des erſten beſten Kloſters, das ſich ihr zufaͤllig darbot. Unge⸗ achtet des bedeutenden Namens ihres Vaters und der Vermittelung der Behoͤrden, ſtand ſie dennoch auf dem Punkte, von der Wuth des Volkes aufge⸗