Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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opfert zu werden. Endlich ward ihr die Kloſter⸗ pforte geoͤffnet, und ſie als Gefangene in eine kleine Zelle gefperrt, Der Zufall hatte ſie gerade in daſ⸗ ſelbe Kloſter gefuͤhrt, wo Maria ſich aufhielt, und die Markiſin, als ſie ihre Widerſacherin hier blaß, verwundet und blutbeſpritzt ankommen ſah, dachte an nichts weiter, als daran, ihr beizuſtehen. Alonſo trat an das Kopfkiſſen des Krankenbettes, auf welchem die Frau, welche er einſt liebte, ſchmach⸗ tete, In dieſem Augenblick empfieng er einen Brief von mir, worin ich ihm die nahe Ankunft der Donna Leonor und die Abreiſe Aldouza's meldete. Die Graͤfin, die ſich vorher ſchweigend und gefaßt ge⸗ zeigt hatte, uͤberließ ſich nun auf einmal den Auf⸗ wallungen der Verzweiflung, und in ihrem Wahn⸗ ſinn ſchien es faſt, als ob die Ankunft der Mutter Alonſo's ſie mehr noch betruͤbte, als die Entfernung ihrer Lochter. Indeß verlangte ſie, daß jemand dem abziehenden franzoͤſiſchen Heere nacheilen und die Auslieferung Aldouza's bewirken ſollte, und ſie wuͤnſchte, daß der alte und brave Enriquez dies Ge⸗ ſchaͤft uͤbernehmen moͤchte. Doch dieſer, als er zu ihr gerufen wurde, wies den Antrag von ſich, daß er bis in die feindlichen Haufen hinein ſich begeben ſollte. Ein Wort von der Markiſin bewog ihn end⸗ lich dazu. Als man ihn nun fragte, ob er denn die junge Graͤfin und ihre Gouvernante, die er vielleicht noch nie geſehen, wiedererkennen wuͤrde, rief er aus: „Gerechter Gott! wie kann man an den großen Enri⸗ que Enriquez eine ſolche Frage thun? Glaubt ihr