Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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ich mit meinem Arme ſeine wankenden Lritte unter⸗ ſtͤtzen. Ich fuͤhlte, wie er ſeiner innern Gemuͤths⸗ bewegung in dem Augenblick faſt erlag, wo er ſein Haupt vor der geliebten Hand neigte, die ihm den Lorbeerkranz uͤberreichte. Das ganze Volk ſchien die Gefuͤhle, welche das junge Paar empfand, zu theilen; der Enthuſiasmus machte allmaͤhlig der Ruͤhrung Raum. Das Muſikchor, das bisher blos Trompeten⸗ und Paukengetoͤn hatte hoͤren laſſen, ſchwieg jezt auf einmal, und eine feierliche Stille herrſchte auf dem ganzen Platze umher. So eben hatte ſich der geweihte Lorbeerkranz auf die Stirn des Helden herabgeſenkt, als ein langer Schrei, der mit⸗ ten aus dem Volksgedraͤnge emporſtieg, die Herzen aller zerriß. Noch nie hatte der Schmerz einen graͤß⸗ licheren Ton von ſich gegeben; es war, als haͤtte ein Moͤrderdolch irgend eine menſchliche Bruſt getroffen, und doch fand ſich beim Nachſuchen weder ein Moͤr⸗ der noch eine ermordete Perſon. Blos eine Frau draͤngte ſich durch die dichten Reihen der Menge⸗ Sie eilte dem Ufer zu, um ſich in die Fluten zu ſtuͤr⸗ zen, doch die Ungluͤckliche hatte nicht den Muth zu ſterben.

In dieſem Augenblick lenkte eine unerwartete Nachricht blitzſchnell die Aufmerkſamkeit des Volkes auf ſich, und miſchte in die Feierlichkeit dieſes gro⸗ ßen Tages eine neue Begeiſterung.

Es war naͤmlich gerade der Tag, den die Kirche dem großen und heiligen Koͤnige Ludwig dem Neun⸗ ten geweiht hat. Schon am fruͤhen Morgen hatte

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