Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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um ihm einen Kranz zu uͤberreichen. Eine derſel⸗ ben, die ganz weiß gekleidet war, hielt die Lorbeer⸗ krone in der Hand, welche der Erzbiſchof ſo eben ein⸗ geweiht hatte. O koͤnnte ich euch ihre Schoͤnheit ſchildern! Es war, als waͤre in ihrer Perſon der Engel der Schlachten, oder vielmehr der des Frie⸗ dens, ja vielleicht gar der Engel der Liebe, auf die Erde herabgeſtiegen, um ſie zu begluͤcken. Das ganze Volk, welches abwechſelnd bald auf den Tri⸗ umphator, bald auf die ſchoͤne Spanierin hinſah, ſagte:„Wie Schade, daß der Himmel ſie nicht beide fuͤr einander beſtimmt hat!“ Und dennoch berzog bei dem Anblick des Chors der Cadixerinnen eine Wolke die Stirn Alonſo's; ich ſah, wie er blaß wurde und zitterte. Ach, Beifallsbezeigungen von der Hand edler Frauen, wer vermag jemals eure Gewalt zu ſchildern! O wie glucklich iſt der Sterb⸗ liche, der einmal in ſeinem Leben holde Frauenlippen, deren Lobpreiſung den hoͤchſten Ruhm, deren Laͤcheln die hoͤchſte Seligkeit gewaͤhrt, zu ſeinem Lobe ſich oͤffnen geſehen hat! Maria verrieth blos durch ihr Erroͤthen und durch ihren niedergeſenkten Blick die lebhaften Gefuͤhle ihres Inneren; ihre hohe und reine Freude bewegte ſie aͤußerlich nicht. Bei ihrer ruhigen und milden Begeiſterung ſchien ſie eine Se⸗ ligkeit zu fuͤhlen, die der Erde nicht mehr angehoͤrt, und aus ihrem Munde ſchien eine himmliſche Zufrie⸗ denheit zu laͤcheln. So wonnetrunken ſie indeß war, eben ſo unruhig war anderſeits Alonſo. Als wir ſaͤmmtlich von den Pferden abgeſtiegen waren, mußte