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habt, gebenkt euer immer nur noch in Liebe, und hat alles aufgeboten, um eure Feſſeln zu loͤſen.“
Dieſe unerwartete Erſcheinung, dieſe Worte, der Ton, womit ſie ausgeſprochen wurden, ſetzten Alonſo in Verlegenheit, der daraus ſah, daß die Graͤfin noch ſeinetwegen litt. Er konnte die gluͤhenden Betheue⸗ rungen nicht vergeſſen, die er ihr an eben dieſem Orte bei ſeiner Ruͤcktehr aus Amerika ſo oft und ſo wie⸗ derholt gethan. Dieſe Ruͤckerinnerung machte ihn auf das von ihm begangene Unrecht aufmerkſam, und indem er aus der theilnehmenden Sorgfalt, welche Matea ſeiner Mutter in Sevilla erwieſen, ſchließen zu koͤnnen glaubte, daß Matea die Heftigkeit ihrer unſeligen Liebe abgelegt, ſo betruͤbte er ſich um ſo mehr, als er ſah, daß ihr noch immer die Qualen derſelben geblieben.„Ach,“ fuhr ſie in einem herzzerreißenden Tone fort,„warum koͤnnen wir Frauen nicht ſo wie ihr Maͤnner den Pfeil, der uns verwundete, aus unſeren Herzen reißen?“
Die Stimme der Graͤfin ward durch Thraͤnen erſtickt, die ſie mit Gewalt zuruͤckzuhalten ſuchte, als ſich auf einmal eine ganz andere Stimme draußen auf den Waſſerfluten vernehmen ließ. Der Gefan⸗ gene eilte nach dieſer himmliſchen Melodie hin, und das Geſicht Matea's verrieth ſofort die hoͤchſte Verzweiflung.„Tauſendmal gluͤcklich,“ rief ſie aus,„iſt die, welche dieſen Geſang erklingen laͤßt! Doch was ihre Ruͤckkehr betrifft,„„ Hier ver⸗ wandelte ſich auf einmal ihr Blick und Ton aus einem betruͤbten in einen zornigen, und nach einer Weile


