Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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gende Bewegung ſetzen. Alonſo vernahm ſie, und ſuchte auf dem von den Wachtfeuern des feſten Lan⸗ des und der Inſel erleuchteten Waſſerſpiegel den Nachen zu entdecken, aus welchem die geliebte Stimme emporſtieg. Waͤhrend die lebhafteſten Gefuͤhle ſich ſeiner Seele abwechſelnd bemaͤchtigten, eilten die beiderſeitigen Truppen, die blos ein ſchmaler Kanal trennte, durch den Zauber dieſes fernen Geſanges herbeigelockt, an das beiderſeitige Ufer. Spanier und Franzoſen, alle horchten auf die geheimnißvolle Melodie, welche die Winde des atlantiſchen Meeres ihnen unter dem Brauſen der brandenden Wellen heruͤbertrugen. Der Soldat, ohnehin ſchon durch die Milde des ſchoͤnen Himmels von Andaluſien be⸗ rauſcht, ließ allmaͤhlig ſeine Waffen ſinken, und ſein kriegeriſches Gemuͤth oͤffnete ſich den Eindruͤcken einer ſuͤßen Luſt.

In der einen Nacht erwartete Alonſo ebenfalls, mit den Augen nach der Bucht von Puntales hinge⸗ wendet, die vom lichten Mondſchimmer ganz und gar erhellt war, die Erſcheinung der erſehnten Barke. Er zaͤhlte die Augenblicke, und dieſe Augenblicke zo⸗ gen fuͤr ihn mit bleiernen Fluͤgeln voruͤber. Auf einmal knarrte die Thuͤr des Gemachs, worin er ein⸗ geſchloſſen war, in ihren Angeln; er drehte ſich um, und ſah eine Frauengeſtalt, die geheimnißvoll in ſein Gefängniß hereintrat. Er flog ihr entgegen, allein es war nicht Maria.Kommt, rief ſie ihm zu, kommt! Jene Matea, die ihr ſo oft gekraͤnkt