6 ſchaftlich fuͤr die heilige Sache Spaniens und ihres Koͤnigs ihren Tod gefunden haͤtten. Die ungluͤckliche Franzoͤſin war ſelber auf dem Schauplatz der oͤffent⸗ lichen Hinrichtung geweſen, ſie hatte von weiten den Spanier, der ihr Verfolger, und den Spanier, der ihr geliebter Gatte geweſen, neben einander knieen geſehen, um eine und dieſelbe Strafe zu empfangen; ſie war hinzu geeilt, war außer ſich auf die noch warmen Leichen hingeſunken, und als ſie aus dieſem erſten Wahnſinn des Schmerzes wieder erwachte, hatte ſie einen ihrer Soͤhne neben ſich erblickt, der vor Verzweiflung ſinnlos zu ſein ſchien.„Ungluͤck⸗ licher!“ hatte ſie dieſem zugerufen,„warum haſt du nicht deinen Vater gerettet?“ Fray Pablo war eiligſt davon geflohen und hatte den Fluch Gottes und der Menſchen auf ſein eigenes Haupt herabgerufen. Er kam nicht mehr wieder, und ſo war niemand da, als die Graͤfin, um die ungluͤckliche Gattin und Mut⸗ ter zu unterſtutzen, ſie war es auch, die mehrere Tage lang fuͤr ihre Pflege und Erholung geſorgt und ihr die Reiſe nach Cadix moͤglich gemacht hatte. Die eifrigen Bemuͤhungen Matea's wuͤrden vielleicht die Bitterkeit jener entſetzlichen Augenblicke gemildert haben, wofern irgend etwas auf der Welt im Stande waͤre, das Zerreißen eines Bandes, das unſer gan⸗ zes Daſein umſchlang, minder grauſam zu machen. Alonſo ward von der liebevollen Sorgfalt der Mutter Aldouza's geruͤhrt; er hoffte, daß die Religion, die Zeit und die Abweſenheit in das Herz ſeiner vorma⸗ ligen Geliebten an die Stelle ihrer gebieteriſchen
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