Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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tana, jenes ſeltſame Geheimniß, wovon ſie mit ihm geſprochen, die eiferſuͤchtige Unruhe der Graͤfin, die ſeltfamen Worte, die ihr mehr als einmal entſchluͤpft waren, endlich gewiſſe dunkle Erinnerungen aus ſei⸗ ner Kindheit erfuͤllten ſeine Seele mit Unruhe. Bald ſeufzte er nach dem Augenblick, wo die Sperrung von Cadix aufgehoben werden wuͤrde und wo er Donna Leonor, ſeinen Vater und die Gattin Bartolomeo's befragen koͤnnte, bald erſchrack er uͤber ſeine eigenen Zweifel und ſuchte ſie zu verbannen.

Eines Tages kehrte ich ſo eben mit ihm von einer Streiferei am Meeresgeſtade zuruͤck, wo wir gemein⸗ ſchaftlich alle Geheimniſſe ſeines Schickſals oder ſei⸗ ner Verzweiflung erwogen hatten. Da lief ein eng⸗ liſches Fahrzeug in den Hafen ein; die muͤßige Volks⸗ menge eilte nach demſelben hin und wir folgten dem Haufen. Es waren Verwundete vom Heere des Balleſteros und Paſſagiere aus Gibraltar, die hier ausgeſchifft wurden. Unter der Zahl der Anlanden⸗ den befand ſich auch eine Frau, die ſich ganz verwirrt umſah; Alonſo erblickte ſie, und ſtuͤrzte ſofort ſeiner Mutter entgegen, die ihn in ihre Arme ſchloß und in Thraͤnen ausbrach.Mein Vater, rief er aus, was iſt aus meinem Vater geworden? Donna Leonor erhob ihren Blick zum Himmel empor, und dies war ihre ganze Antwort. Ihr Sohn blieb ſprachlos, wie ein Menſch, der ſich vor einem grau⸗ ſamen Beſchluß des Schickſals verneigt. Sie er⸗ zaͤhlte uns, wie der großherzige Greis und mein Va⸗ ter, nachdem ſie im Leben Feinde geweſen, gemein⸗