Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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262 lag der Greis mit den ſilberweißen Locken ebenfalls hingeſtreckt. Sie faßte ihn an, hob ihn empor, ver⸗ ſuchte ihn fortzutragen, und ſank ohnmaͤchtig unter ihrer Laſt neben meinem Wagen nieder. Entſetzet euch nur!es war meine Mutter!

In dieſem Augenblick ward die tiefe Stille, die in der Kapelle herrſchte, durch ein lautes Getoͤſe un⸗ terbrochen. Die Baͤnke ſtuͤrzten im Finſtern um, und eine Stimme uͤbertoͤnte den Lumult. Der Ein⸗ ſiedler horchte auf, und er hoͤrte, ſo wie ich, ſeinen Namen im Heiligthume rufen. Dieſer Name, der mit Heftigkeit gerufen wurde, ward an dieſem ein⸗ ſamen Orte jezt zum erſtenmal vernommen. Beim Scheine des Feuers auf dem Heerde fah ich, wie der Sohn der Donna Leonor zitterte, wie eine duͤſtre Wolke ſich um ſeine Stirn zog, und wie bald darauf Wuth und Verzweiflung aus ſeinen Augen blitzte. Er blickte erſchrocken um ſich, und dann als ſaͤhe er eine drohende Erſcheinung fiel er mit ſeinem Angeſicht auf die Erde, ſchlug mit ſeiner Stirn auf die Stufe des Altars auf, und rief mit erſtickter Stimme:Mein Vater! mein Vater! Ja, ich erkenne dich. Du rufſt mich nach jenem duͤſtern Aufenthaltsorte hin, wo du noch vor der Zeit hingelangt biſt. Meine Hand war es, die dir den Todesſtreich verſetzte! Hier iſt ſie!noch rieſelt das Blut von ihr herab. Ach, werde ich denn niemals dies Blut abzutrocknen vermoͤgen, das mich mit ſolchem Grauſen erfullt? Die unbekannte

Stimme rief unterdeß immerfort laut ſchreiend nach