Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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Anbaluſiens entfaltete ſich uͤber uns in ſeinem bezau⸗ bernden Glanze, die Erde war mit Fruͤhlingsduͤften erfuͤllt; Waͤldchen von Alveſtauden, Hliven⸗ und Hrangenbaͤumen zogen ſich zu beiden Seiten der Straße hin, und der Reiz der reichen Ausſichten und Landſchaften ließ uns die gewohnte Einoͤde dieſer Ebenen vergeſſen, denen, bei allem Ueberfluß an Gaben der Natur, blos Menſchen fehlen, um ſie zu

genießen. Endlich erblickten wir in der Ferne die

Kirchthuͤrme von Sevilla; bald entfalteten ſich all⸗ maͤhlig auch vor unſern Augen die Ringmauern und die zahlloſen Vertheidigungsthuͤrme, womit dieſe be⸗

ſetzt ſind; ferner die Palaͤſte und Tempel der alten

Stadt, alles prachtvolle Denkmale der alten Roͤmer oder der Mauren, und der Guadalquivir, der jezt ſo wie ganz Spanien ſeiner Reichthuͤmer und ſeines Ruhmes beraubt iſt. Himmel und Erde ſchienen das Herz des Menſchen zu ſanften Empfindungen einzuladen; doch das meinige war eng beklommen, und es ward von einem eiskalten Schauer erfuͤllt, als ich einen Trupp Soldaten uͤber die Bruͤcke am Goldthurme herausziehen und eine Schaar von Ge⸗ fangenen nach der Ebene abfuͤhren ſah. Ich bebte bei dieſem Anblick. Matea druͤckte mir die Hand und ſagte:Ihr zittert, lieber Freund? allein ſie ſelber zitterte wie ich, und auf ihrem Geſicht ſpie⸗ gelte ſich die hoͤchſte Beſtuͤrzung. Die Verurtheilten giengen paarweiſe, und wir waren nahe genug, um Don Juan, der an der Spitze des Zuges einher⸗ ſchritt, an ſeiner kleinen misgebildeten Statur zu

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