Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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Wir kamen nach Cordova. Ich war noch ganz von den traurigen Scenen bewegt, die wir auf un⸗ ſerer Reiſe angetroffen hatten. Die furchtbaren Worte:»Gedenket an den Fluch eures Vaters!“ hallten unaufhoͤrlich in meinem Ohr und in meinem Herzen wieder. Ach, iſt denn der vaͤterliche Fluch ein Verhaͤngniß, dem man nicht entrinnen kann?

Die Graͤfin fuͤrchtete ſich um meinetwillen vor dem Anblick der Hinrichtungen, die eine Folge mei⸗ ner Ankunft in Sevilla ſein ſollten! Dieſer Auf⸗ trag, der mir nebſt manchen andern uͤbertragen war, lag wie eine ſchmerzliche Buͤrde auf mir. Da uͤber⸗ dies das Intereſſe des Koͤnigthums mich noͤthigte, meinen Aufenthalt in der Geburtsſtadt Seneca's zu verlaͤngern, ſo ſandte ich einen Kurier mit dem Befehl ab, alle Gefangenen ſofort hinzurichten, und war froh, ſo lange warten zu duͤrfen, bis ich in der Rolle eines bloßen Beſchuͤtzers und Frie⸗ densſtifters, in der Hauptſtadt Andaluſiens eintreten tonnte. Mein ganzes Leben lang wird die zufriedene Behaglichkeit meiner Seele vorſchweben, die ſich in Matea's Geſichtszuͤgen abſpiegelte, als der Ueber⸗ bringer dieſes unwiderruflichen urtheilsſpruches uͤber den Guadalquivir hinuͤber war. Freude ſtrahlte aus ihren Augen, und ſie war gleichſam ſiegstrun⸗ ken. Unterdeß muſterte ich in Gedanken das Na⸗ mensverzeichniß aller Verurtheilten, in der Meinung, daß Matea, die mir dieſe ungluͤckliche Meldung ge⸗ bracht hatte, mir ſie alle genannt habe⸗ Der be⸗ deutendſte unter ihnen war Don Carlos, indeß ge⸗

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