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ſich aͤngſtlich zu huͤten ſchien, auf ſie gerichtet und bewahrte noch in dieſen lezten Augenblicken eine furchtbare Ruhe. Weder Bemuͤhungen noch Bitten waren im Stande ſeinen Entſchluß zu beugen; den Roſenkranz in der Hand haltend, bat er ſich die ein⸗ zige Gefaͤlligkeit aus, daß man ihn in Ruhe laſſen moͤchte, und die Soldaten entfernten ſich daher, nach⸗ dem ſie wider ſeinen Willen einige Lebensmittel ne⸗ ben ihn hingelegt hatten.
Matea betrachtete jezt diejenige, von welcher ſie ſo lange mit unverſoͤhnlicher Feindſchaft verfolgt worden war, in ihrer lezten Ohnmacht, und in ih⸗ rem Auge ſpiegelte ſich eine Miſchung von Grauſen, Freude und Mitleid. Bartolomeo erkannte ſie, und ſtieß eine Verwuͤnſchung gegen ſie aus; obwohl ent⸗ waffnet und mit dem Tode ringend, drohte er gleich⸗ wohl noch. Ich wollte meine Freundin von einem Anblick fortreißen, woran ſie ſich voll Zittern zu wei⸗ den ſchien; da ſchlug noch einmal die Gitana ihr Augenlied auf, ihr erloſchenes Auge blickte noch ein⸗ mal um ſich her und fiel auf die Graͤfin.„Gnaͤ⸗ digſte Markiſin von C***, ſagte die Zigeunerin mit einem irren Blick zu ihr,„dieſer Ruin wird uns alle beide ins Paradies bringen. Indeß, wofern
ich allein ſterben ſollte, ſo wiſſet, daß Don Alonſo
—„Elende!“ rief Matea,„du ſollteſt alſo den Schwur verlezt haben, den du an Donna Ines thatſt, als du von ihr mein Geheimniß erfuhrſt? Du koͤnnteſt es der Markiſin wiedergeſagt haben?“


