kamen wir an eines von den Doͤrfern, worin Ola⸗ vide, dieſer wuͤrdige Miniſter eines großen Königs und zugleich ein eben ſo wuͤrdiger Maͤrtyrer der In— quiſition, deutſche Anſiedler verſammelte, um dieſer Wuͤſte Bewohner und dem Reiſenden Schutz zu ver⸗ leihen. Wir hatten von fern geſehen, daß Bauern in das Dorf gegangen waren und ſich bei unſerer Ankunft entfernt hatten; man fand ſie endlich in tiefen Schluchten verſteckt. Antonio war unter ih⸗ nen; da ſie indeß keine Waffen hatten, ſo ſchenkten wir ihnen das Leben und ſetzten unſere Reiſe weiter fort.
Gleich vorn das erſte Haus im Dorfe war nach
der gewohnten Weiſe eurer einzeln ſtehenden Poſten von dem Soldatentrupp, den die Streifparthei nach Beſiegung der Aufruͤhrer hier am Engpaß zuruͤckge⸗ laſſen, leicht befeſtigt worden. Ein Soldat ſtand an der Mauer angelehnt Schildwache. Bei unſerer Annaͤherung nahm er indeß weder das Gewehr auf, auf welches ſein Arm ſich ſtutzte, noch rief er Wer da! noch auch kamen die wachhabenden Soldaten heraus, um uns in Augenſchein zu nehmen kurz, die Schildwache ſchlief den ewigen Schlaf des Dodes; der ganze Poſten war von den Bauern um⸗ gebracht worden. Unſere Bedeckung betrachtete traurig dieſe Scene, worin ſich eben ſo viel Hohn als Barbarei ausſprach.„Dieſer Kamerad da,“ ſagten ſie unter einander,„wird nicht mehr bei Da⸗ ges Anbruch durch die verwuͤnſchte Reveille aufge⸗
weckt werden Dann fuhren ſie weiter fort:
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