Blut in meinen Adern erſtarrt, und wie meine, vor der Zeit grau gewordenen Haare ſich auf meinem Haupte emporſtraͤuben. Doch hoͤret weiter, und ihr werdet bald mein Entſetzen mit mir theilen⸗
Wir machten nur ſehr kleine Tagereiſen, und hatten zu Aranjuez eine verſtaͤrkte Bedeckung zu uns nehmen muͤſſen, denn man konnte damals nur noch mit ganzen Heerhaufen von Bewaffneten weiter rei⸗ ſen, und wir mußten uns daher dem langſamen Marſche der Truppen anbequemen. Unterweges erfuhren wir, daß eine Streifparthei in den Schluch⸗ ten der Sierra Morena die Bande des Aragoniers angetroffen und dieſelbe vernichtet habe. Wir lang⸗ ten ſo eben auf dem Schauplatze des Sieges an⸗ Es war ſchon fuͤnf Tage her, und noch immer ſah man die Reſte jener Quadrillen umherverſtreut; al⸗ les, was die Raubvoͤgel noch nicht gefreſſen hatten⸗ lag auf offner Landſtraße.
Dieſer traurige Anblick ſchlug in meinem Herzen alle Traͤume meiner gluͤhenden und leichtglaͤubigen Einbildungskraft nieder. Wir ſtiegen zu Fuß die ſteilen Abdachungen von Despegna Perros hinan⸗ Ich bewunderte die Kunſtſtraße, welche Karl der Dritte durch dieſe unzugaͤnglichen Berge angeleyt hat, die Bruͤcken, die er uͤber die Abgruͤnde geſchla⸗ gen, die Felſenmaſſen und die ſpitzigen Berggipfel, die auf ſeinen Wink geebnet worden ſind; ich pries die lange Regierung eines Fuͤrſten, dem es weder an Glanz noch an Schwachheiten fehlte, um der Ludwig der Vierzehnte unſeres Landes zu ſein. So


