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Matea war zwiſchen der Furcht und dem Ver⸗ langen, ihre Reiſe fortzuſetzen, eingezwaͤngt. End⸗ lich blieb ſie doch bei uns, in der Ueberzeugung, daß dieſer traurige Anfang die Drohungen des Hrakel⸗ ſpruches in Erfuͤllung gebracht habe, und daß wir beide unſere Rettung ihren himmliſchen Beſchutzern verdankten. Ich freute mich uͤber ihre Beharrlich⸗ keit. Bisweilen verſcheuchte ihre Luſtigkeit meinen duͤſtern Druͤbſinn, noch oͤfter aber floßte mir ihre ſuͤße Schwermuth minder unangenehme Traͤumereien ein. Noch nie hatte ſie meine Liebe mit ſo vieler Hingebung erwiedert; noch nie hatte ſie gegen die lebhaften Aeußerungen meiner Zuneigung eine groͤßere Nachſicht bewieſen. Ihr unbeſchreiblicher Zauber beherrſchte alle Kraͤfte meiner Seele. Geblendet von dem durchdringenden Feuer ihres Auges, von dem einſchmeichelnden Wohllaut ihrer Rede ſanft einge⸗ wiegt, uͤberließ ich mich endlich ohne Bedenken irgend einer dunkeln Hoffnung auf unermeßliche Gluͤckſe⸗ ligkeit.
Dies waren uͤbrigens die lezten Genuͤſſe, die lez⸗ ten gluͤcklichen Tauſchungen meines Lebens, das da⸗ mals haͤtte abgebrochen werden muͤſſen, und das ſeitdem mir blos unter Blut und Thraͤnen verſtrichen iſt. Es koſtet mich viele Ueberwindung, um bis zu Ende fortzufahren und euch zu erzaͤhlen, durch welche ſchreckliche Mittel und Wege die Vorſehung den Zau⸗ ber, der mich ſeit ſo vielen Jahren gefeſſelt hielt, endlich zerriß, und je naͤher ich dem Ende meiner Geſchichte komme, deſto mehr fuͤhle ich, wie das


