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ten der Racht und durch meine Furcht noch vergro⸗ ßert wurde. Mit kaltem Angſtſchweiß bedeckt rich⸗ tete ich mich empor. Da rief die Erſcheinung: *Elendes Spielwerk einer Frau, erinnere dich an die Prophezeihungen der Gitana, die ſich noch niemals getaͤuſcht hat; ſie ſagte dir, daß du blos ein Verraͤ⸗ ther, ein Vaterlandsmoͤrder ſeieſt!“ In dem Au⸗ genblick, wo ich dies hoͤrte, ſprang meine Thuͤre auf. Bei dieſem Geraͤuſch verſchwand die Ungluͤckspro⸗ phetin wie der lichtſcheue Nachtvogel, und Matea trat bleich und zitternd herein. Sie hatte ebenfalls die unheilverkuͤndenden Worte vernommen, und wollte ihre Zuflucht zu mir nehmen. Vergebens ver⸗ folgten ihre Leute mit Fackeln in den Haͤnden rings um den Palaſt die kecke Zigeunerin; ein fuͤrchterliches Lachen ſcholl ihnen entgegen, und dies Lachen jagte uns bis ins Innere ein unbeſchreibliches Grauſen ein. Die Graͤfin brachte die ganze Nacht auf den Knieen vor meinem Betpult hin, indem ſie die Heili⸗ gen, die ſie ſo oft ſchon beſchutzt hatten, um einen gläͤcklichen Erfolg unſerer Reiſe anflehte, und Re⸗ liquien und geweihte Bilder mit Fuͤſſen bedeckte; zu⸗ gleich theilte ſie mir ein Stuͤck von dem Linnenge⸗ wande mit, welches einſt der Sohn Gottes getragen. Durch dieſe andaͤchtigen Vorkehrungen beruhigt, that ſie noch vor Tages Anbruch ein Reiſegeluͤbde zu Un⸗ ſerer lieben Frauen von Atocha, und wir ſchlugen ſodann die Straße nach Sevilla ein.


