Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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Ich erhielt den Befehl, auf der Stelle nach Se⸗ villa abzugehen. Ich ſollte die allgemeine Erbitte⸗ rung beſchwichtigen, das Volk durch Guͤte zum Ge⸗ horſam zuruͤckfuͤhren, und zugleich es durch Straf⸗ beiſpiele ſchrecken; ja ich ſollte perſoͤnlich den Be⸗ fehl zu Vollziehung der Beſchluͤſſe uͤberbringen, die ich herbeigefuͤhrt hatte. Bei dieſer Nachricht gerieth meine Freundin in die groͤßte Unruhe. Ich wußte ihr vielen Dank fuͤr das Bedauern, das ſie wegen meiner Abreiſe empfand, noch mehr Dank aber fuͤr den Entſchluß, den ſie ſogleich faßte, mich nach je⸗ nem ſchönen Andaluſien zu begleiten, worauf ſie, als auf ihr Heimatsland, immer ſo ſtolz war.— Die ungluckliche! fuͤrchtete ſie etwa, daß, wenn ich dorthin allein und mir ſelbſt uberlaſſen abgienge, ich meinem Schickſale weniger wuͤrde entrinnen koͤnnen?

Die Nacht kam heran. Ich ſuchte den Schlum⸗ mer, zerquaͤlte mich aber vergebens auf meinem La⸗ ger, um ihn zu finden und mir ſelber zu entfliehen. Furchtbare Vorſtellungen umlagerten mich. Ich ber⸗ legte, wie ſchrecklich dieſe Zeiten innerer Zwietracht ſind, wo die Diener der Krone das Schwert der Ge⸗ ſetze auf die Haͤupter ihrer Mitbuͤrger herabfallen laſ⸗ ſen muͤſſen, und wie ſtrafbar uͤberhaupt die Urheber dieſer Unruhen und Volksaufſtaͤnde ſind, die dem menſchlichen Gefuͤhl ſolche Opfer, dem Gewiſſen ſel⸗ che Pflichten auferlegen.— Auf einmal flogen die Glas ſcheiben meiner Fenſter in Stuͤcken, und auf dem Balkon draußen erſchien eine Frau, deren Ge⸗ ſtalt durch ihren langen Schleier, durch die Schat⸗

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