Dieſe Guͤte, welche von Hofleuten und Dichtern um die Wette geprieſen wird, erhaͤlt freilich einer Hand⸗ voll von Verbrechern das Leben, aber blos, um da⸗ fuͤr das unſchuldige Volk dem Gemetzel preiszugeben. Im Namen der Gerechtigkeit, der Menſchlichkeit und
aller Tugenden eures edeln Herzens bitte ich euch fußfaͤllig, daß ihr durch eine heilſame Strenge diejeni⸗ gen ſchrecken moͤget, die das arme Landvolk verfuͤh⸗ ren, die Staͤdte in Brand ſiecken, und unſere ganze Generation durch den Dolch oder durch den Schlach⸗ tentod hinopfern. Die Pflichten, die euch als Koͤ⸗ nig und als Landesvater obliegen, erfordern es, daß ihr euren großmuͤthigen Geſinnungen Gewalt anthu⸗ et. Euer Majeſtaͤt mag ſelber entſcheiden, ob es euch lieber iſt, hie und da fuͤr einzelne Verbrecher ein Blutgeruͤſt zu errichten, oder aus dieſem Spani⸗ en, das ſo fruchtbar urd ſo ſchoͤn ſein koͤnnte, ein großes Grab zu machen, worein eure ergebenſten Diener ſo gut wie eure verblendetſten Feinde, ja ein ganzes Volk zulezt hinabſinken werden.“
Die koͤniglichen Raͤthe, die ſtets fuͤr Begnadi⸗ gung geſtimmt waren, erklaͤrten ſich gegen mich; al⸗ 1 lein in der Waͤrme meines Eifers oder vielmehr mei⸗ ner veberzeugung, beſchuldigte ich ſie einer Laulich⸗ keit im Patriotismus. Ich aͤrgerte mich, daß ſie gegen die Soͤldlinge Englands, gegen die Pluͤnde⸗ rer ihres Vaterlands ſich nachſichtig bewieſen, und ich wendete daher— ich kann es nicht leugnen— alle Sophismen des Partheigeiſtes und der Schmei⸗ chelei an. Das Feuer meiner Beredſamkeit und


