51 ger Seiner Herrlichkeit zu ſein. Meine Ehefrau vor Gott, Donna Urraca von Darroca, iſt die eigene Schweſter des hochedeln.. Hier hielt er inne, da er Matea nebſt ihrer Kammerfrau ganz niederge⸗ ſchmettert ſah. Donna Ines, die ſonſt immer ſo ſtolz und anmaßend war, neigte ihr Haupt, als wuͤrde ſie von dem funkelnden Blick, den er auf ſie richtete, zu Boden gedruckt. Dieſe Scene dauerte einige Augenblicke.„ Auf dieſe Weiſe alſo,“ ſagte drauf meine tiefbetruͤbte Freundin,„klaͤren ſich alle die Geheimniſſe auf. Durch dich alſo, die du ihre Nichte biſt, wußte die Gitana ſo gut in meiner Seele zu leſen; durch dich wurde ihr mein ganzes Leben entſchleiert, durch dich alſo auch jenes Geheimniß, an welchem ich mehr als an meinem Daſein hieng.. Ungluͤckliche, ich naͤhrte alſo in dir eine feindliche Schlange in meinem Buſen. Du haſt meine Exi⸗ ſtenz einem blinden Haſſe aufgeopfert, den dir dein eiferſuͤchtiger Stolz gegen mich eingab.“ Donna Ines hoͤrte alles an, ohne darauf zu antworten; die lezten Worte riſſen ſie endlich aus ihrer Niederge⸗ ſchlagenheit. Sie ſank weinend vor der Graͤfin auf die Kniee, und verſicherte, daß eine unwillkuͤhrliche Plauderhaftigkeit an allem Schuld geweſen, zugleich ſuchte ſie von Anhaͤnglichkeit und Dankbarkeit zu ſprechen. Die erzuͤrnte Graͤfin wies indeß alle ihre Betheuerungen von ſich, ſie dachte bereits daran, ihre Schenkungen wieder zuruͤckzunehmen und die keſchloſſene Eheverbindung abzubrechen; allein es fel ihr ein, daß der Koͤnig das Feſt mit ſeiner Ge⸗ 4**
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