41
unter andern, baß ſie dieſes Feſt mir zu Ehren gebe. Ich hatte naͤmlich an eben dem Tage eine koͤnigliche Gnadenbezeigung erhalten,— das Band des Jo⸗ ſephordens war es— und dies wollte ſie feſtlich begehen. Um dieſen Orden, uͤber den ſich unſere Feinde luſtig gemacht haben, bewarben ſich unſere Großen von den angeſehenſten Familien; alle Koͤnige haben ihn getragen, mit Ausnahme eines einzigen, der ſo eben in Wahnſinn verfallen war. Ihr wuͤr⸗ det euch wundern, wenn ich euch erzäͤhlte, welche hohe Hand an den Nutznießer der Bayonner Ver⸗ handlungen einen Brief ſchrieb, um die Gunſt zu er⸗ langen, dies Ordensband an die Stelle des goldnen Vließordens ſetzen zu duͤrfen; und was wird die Geſchichte ſagen, wenn ſie erfaͤhrt, daß alle die Spa⸗ nier, welche ſich dem neuen Herſcherſtamm unter⸗ warfen, nach der Ruͤckkehr der Verbannten von Va⸗ lencay in die Acht erklaͤrt wurden!
Es giebt Momente im Leben, wo eine Freude, die ohne alle Reflexion und faſt ohne allen Grund iſt, das Herz des Menſchen durchſtroͤmt, das dann faſt zu eng iſt, um ſie ganz zu faſſen, und dieſe Freude eben war es, die ich damals mitten unter alle dieſem Prunk des Ehrgeizes und des Reichthums empfand. Welch ein Abſtand war doch zwiſchen dieſen Geſell⸗ ſchaftsſaͤlen Matea's und den Kloſterzellen von San Lorenzo! Ganz berauſcht von dieſen elenden Sitel— keiten, hielt ich mein Gluͤck fur unermeßlich, und ich kann mich noch recht gut erinnern, wie ich mich uͤber


