Die zahlreiche Quabrilla ward dadurch auf ein⸗ mal auseinander geſprengt, und uͤberſaͤte die Ebene mit ihren blutigen Truͤmmern, waͤhrend eure Solda⸗ ten den Spaniern mit Siegesliedern nachſetzten⸗ Da gewann mein Bruder durch die Verzweiflung ſeine Kraͤfte wieder; er raffte Waffen von der Erde auf, die uͤbrigen Gefangenen machten es eben ſo, und der ſchwache Soldatentrupp, der ſich durch ſein franzoͤſiſches Ungeſtuͤm hatte fortreißen laſſen, war genoͤthigt, in ſeinem Vorwaͤrtseilen Halt zu machen, um der neuen Gefahr die Stirn bieten zu koͤnnen. Die Guerilla, die bereits wieder durch Bartolomeo und durch die Markiſin, welche uͤber die Flucht und den Unfall unwillig waren, wieder verſammelt worden, machte jezt einen Geſammtangriff auf die Grenadiere, deren Schlachtordnung im hitzigen Verfolgen ſich aufgeloͤſt hatte. Blos noch eine Handvoll dieſer Tapfern, die nun zwiſchen zwei Feuer gerathen wa⸗ ren, vertheidigten ſich. Maria, die an der Spitze der Raͤuber einherſprengte, ſtͤrzte ſich auf die kreu⸗ zenden Bajonette der Grenadiere los, mein Bruder ſlog ihr entgegen, beide durchbrachen zu gleicher Zeit die Soldatenreihe, die ſie trennte, und die uner⸗ ſchrockene Amazone ſank ohnmaͤchtig in die Arme des erfreuten Kaſtilianers.
Mitten unter dieſen ſo ganz entgegengeſetzten Gefuͤhlen, die ihn erfullten, dachte Alonſo dennoch daran, mein Leben und die kleine Zahl von Franzoſen zu retten, die den Hieben und Kugeln der Banditen vicht erlegen war. Die Vorſ ehung verſuchte


