27 ten ſogleich mit verhaͤngtem Zugel zuruͤck, um uns von unſerer Gefahr zu benachrichtigen. Allein es war bereits zu ſpaͤt; ein zehnmal ßiaͤrkerer Feind hatte uns ſchon umringt.
Die Franzoſen eilten zu den Waffen; doch von allen Seiten her fiel ein toͤdtlicher Kugelregen auf ſie herab, und die Haͤlfte von ihnen ſank todt nieder, ehe ſie ſich noch zur Gegenwehr ſetzen konnten. Die Offiziere, welche den Zug befehligten, lagen alle zu Boden geſtreckt, und blos Bertrand war noch am Leben. Es wuͤrden gewiß alle jezt umgekommen ſein, wenn nicht eine Frau, die vor allen andern voran auf ſie losgeeilt war, den Ihrigen mit einer Stimme von tief bewegtem Gefuͤhl zugerufen haͤtte:„Hal⸗ tet ein, haltet ein! Alonſo befindet ſich unter ihnen.“ Und da die Raͤuber noch immer fortfuhren zu mor⸗ den, rief der furchtbare Bartolomeo:„Habt ihr nicht den Zuruf der Heldin von Saragoſſa vernom⸗ men? Laßt uns ſie fuͤr jezt gefangen nehmen; ſpaͤ⸗ ter koͤnnen wir ſie ja immer noch tödten.⸗⸗
Eine Kompagnie Grenadiere hatte ſich um die Gefangenen herum gebraͤngt, und es gelang Ber⸗ krand, ein Viereck aus ihnen zu bilden, in deſſen Mitte ich mich mit Alonſo befand. Weiterhin ſtellte ſich der Heerhaufen meiner Mitbuͤrger wuͤthend auf, deren Sieg uͤber meines Bruders Befreiung und uber meinen Untergang entſcheiden ſollte.
Die Spanier waren eben ſo ſehr uͤber die ge⸗ faßte Haltung ihrer Gegner erſtaunt, als voll Unge⸗ duld, den jungen Feldherrn zu befreien und ihre


