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daß, wenn nur erſt unſere Herzen ſich wieder gefun⸗ den haben wuͤrden, ich wohl am Ende noch die Hart⸗ naͤckigkeit ſeines Willens zu beugen im Stande ſein wuͤrde.
Der Name der Donna Leonor, der meines Va⸗ ters und noch eine andere Ruͤckerinnerung hatten den ſtolzen Kaſtilianer erſchuͤttert. Ich ſprach mit ihm von den ſchmerzlichen Trennungen, die ihm um ſei⸗ ner unbeſonnenen Halsſtarrigkeit willen bevorſtaͤnden. „Denkſt du denn,“ erwiederte er darauf,„daß mir das Herz nicht bricht bei dem Gedanken an die Quaal, die mich erwartet? Du weißt gar nicht, welche Pein mich in der Abweſenheit von den Gegen⸗ ſtaͤnden meiner Liebe verfolgt; aber was kann ich hiebei thun? Ich muß mich ein wenig darein fuͤgen, oder vieles leiden, und da kann ich denn keinen Au⸗ genblick uͤber die Wahl zweifelhaft ſein. Dies iſt meine Religion, und fuͤr ſie wuͤrde ich mit Gottes Hilfe ſelbſt den Maͤrtyrertod nicht ſcheuen.“
Die Bedeckung der Gefangenen machte jezt Halt. Es war eine finſtere Racht; doch die franzoͤſiſchen Bivouakfeuer bildeten rings um Madrid einen hellen Lichtkreis, der ſeinen Schein bis an die Wolken em⸗ por und weithin in die Ferne warf. Die Fußſolda⸗ ten, die wir bei uns hatten, ſetzten ſich gleich auf der Stelle nieder, wo ihnen das Halt zugerufen wor⸗ den war, und ruhten auf ihren Torniſtern, die ihnen unterweges ſo viel Beſchwerde gemacht, von den Anſtrengungen des Dages aus; unſere Reiter ſtiegen von ihren Pferden, ſtreichelten dieſe ermuͤdeten Waf⸗


