17 ſo viel, daß Alonſo, wenn er ſein Ehrenwort gaͤbe, daß er gegen die neue Dynaſtie nie mehr die Waffen fuͤhren wolle, als Gefangener in Frankreich leben koͤnne.
Bertrand fuͤhrte mich zu den Bivouaks. Un⸗ terweges bat er mich um meine Vermittelung bei Donna Ines zu Gunſten ſeiner Liebe. Die Offizier⸗ epaulette, die er ſo eben zum Lohn ſeiner langen Dienſte erhalten hatte, verminderten einigermaßen den trennenden Abſtand, den ein thoͤrichter Geburts⸗ ſtolz zwiſchen ihm und ihr aufgeſtellt hatte. Die Hoffnung, die Sproͤdigkeit der ſtolzen Camarera be⸗ ſiegen zu koͤnnen, erfreuete ihn als die ſuͤßeſte Frucht ſeiner Bemuͤhungen.
Da ich mich ſelber ſehr froh fuhlte, ſo hoͤrte ich auch gern die Aeußerungen ſeines Frohſinns an. Die Unannehmlichkeiten, die mich betroffen hatten, ſchwanden bei dem Gedanken, an den gluͤcklichen Erfolg, den ich ſo eben gehabt hatte, Ich erleich⸗ rerte die Feſſeln eines Bruders, ich milderte ein gro⸗ ßes Ungluͤck, und mein Herz und mein Pflichtgefuͤhl nahmen gleichen Antheil an dem Genuſſe eines ſol⸗ chen Sieges.
Das franzoͤſiſche Heer war um ſeine Wachtfeuer gelagert. Die Adler ſtanden in Linie aufgepflanzt, jedes Regiment hatte ſeine Bivouaks um ſeine Fahne aufgeſchlagen, im Lager herrſchte das tiefſte Schwei⸗ gen, in der Stadt drinnen dagegen der hoͤchſte Tu⸗ mult. Man hoͤrte die zahlloſen Glocken Madrids zu dem wuͤthenden Geſchrei der Volksmenge erklingen,
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